Media kit für (Fashion) Blogger erstellen

Wie erstelle ich ein Media kit?

Diese Frage wirst du dir als Blogger früher oder später Mal stellen müssen. Spätestens dann, wenn mehrere Firmen auf dich zu kommen und dich nach deinem Media kit bitten.

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Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, bin ich das erste Mal durch Zufall über das Wort Media Kit gestolpert. Ich hatte keinen blassen Schimmer was das überhaupt sein soll, geschweige denn was ich damit anfangen kann. Da ich damals noch ganz am Anfang meiner „Blogger Karriere“ stand, hat es mich auch nicht weiter gekümmert. Im Nachhinein betrachtet, war dieses Verhalten genau richtig. Wenn eurer Blog noch in den Kinderschuhen steckt (3-6 Monate), dann macht es wenig Sinn, sich die Arbeit zu machen, ein Media Kit zu erstellen. Es ist viel wichtiger, seine ganze Kraft und Energie in gute Inhalte zu investieren.

Warum brauche ich ein Media Kit?

Das gehört einfach zum professionellen Bloggen dazu! Viele Firmen verlangen ein Media Kit für eine professionelle Zusammenarbeit mit DIR und DEINEM BLOG. Falls du allerdings „nur“ als Hobbyblogger arbeiten möchtest, ist das natürlich nicht notwendig.

Was ist ein Media Kit?

Ein Media Kit ist wie eine Art Bewerbung bzw. Lebenslauf von deinem Blog, welches die wichtigsten Daten für potentielle Kooperationspartner übersichtlich zusammenfasst. Es zeigt deine Reichweite, Stil und deine Einzigartigkeit. Das heißt du repräsentierst den Mehrwert, den du potentiellen Sponsoren und Advertisern bieten kannst.

Was gehört alles in ein Media kit?

Es ist wirklich einfacher, als es sich anfangs anhört. Wie ich eben schon erwähnt habe, könnt ihr euch ein Media Kit wie eine Bewerbung vorstellen. Und was gehört alles in eine Bewerbung rein? Eine kurze Beschreibung über sich selbst, was man schon alles gemacht hat und seine Referenzen. Allerdings dürft ihr, was die Gestaltung betrifft, eurer Kreativität freien Lauf lassen! Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es ist aber empfehlenswert, dass ihr eurer Design an euren Blog anpasst – so dass auf den ersten Blick erkennbar ist, dass es sich um euren Blog handelt.

Es muss auch nicht unbedingt mehrere Seiten lang sein. Für eine PR-Agentur oder ein Unternehmen ist es einfach nur wichtig, dass alle wichtigen Fakten schnell zu finden sind. Das heißt Übersichtlichkeit ist ein Punkt, den ihr nicht vernachlässigen solltet. Außerdem solltet ihr eurer Media Kit regelmäßig up-to-date halten. Schließlich ändern sich eure Daten von Zeit zu Zeit.

Media Kit Beispiel

Ich beschreibe euch jetzt einfach mal wie ich mein Media Kit aufgebaut habe. Ihr müsst das aber nicht zwingend genauso machen. Es gibt keine feste Vorlage, wie ein Media Kit auszusehen hat. Es gibt nur ein paar wesentliche Punkte, die enthalten sein sollten. Also seht das einfach als einen Vorschlag, den ihr gerne als Inspiration verwenden dürft.

  1. Header: In der Kopfzeile habe ich meinen Header „TheRubinRose“ verwendet. So ist sofort klar, um welchen Blog es sich handelt.
  2. Profilbild: Ich wollte den Aufbau an mein Blogdesign anlehnen.
  3. Blogadresse: www.therubinrose.de
  4. E-Mail-Adresse: therubinrose@outlook.de
  5. Wer ist der Autor? Ein kurzer Text zu meiner Person damit das Unternehmen weiß, wer der Autor hinter dem Blog ist. Dazu gehören auf jeden Fall dein Name, Alter, Hobbys und evtl. Beruf falls das mit deinem Blog zusammenhängt.
  6. Mein Blog: Anschließend nenne ich ein paar Eckdaten zu meinem Blog. Wann ich meinen Blog gegründet habe, was die Schwerpunkte sind und die Besonderheit im Vergleich zu anderen Blogs, die Zielgruppe und evtl. wie oft man die Woche postet.
  7. Presse Mitteilungen: Es kommt immer gut, wenn du Angaben darüber machst, dass du bereits in Zeitschriften, im Fernsehen oder auf anderen Blogs erwähnt wurdest. Besondere Events auf denen du eingeladen wurdest, dürfen auch mit rein.
  8. Werbemöglichkeiten: Damit das Unternehmen weiß, welche Kooperationsformen ich anbiete, liste ich diese auf. Bei mir sind das:  Produktvorstellungen, Social Media Promotion, Pressereisen und -events, Advertorials und Gewinnspiele. Ich schreibe mit Absicht keine Preise zu meinen Werbemöglichkeiten, da dies beim Bloggen meiner Meinung nach immer vom Einzelfall abhängig ist. Was mir aber besonders wichtig ist, ist dass ich bei gesponserten Produkten oder Beiträgen, diese auch als Solche kennzeichne. Schließlich lebt mein Blog von Authentizität und ich möchte ehrlich zu euch sein. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich die Produkte nur in die Kamera halte, weil ich das MUSS. Nein ich WILL das sogar, weil all‘ meine Kooperationen auch mir gefallen und zu meinem Blog passen müssen. Aber das ist ein anderes Thema, welches ich in einem gesonderten Beitrag ansprechen werde.
  9. Statistik: Jetzt kommt es zu den harten Fakten. Das ist mitunter der wichtigste Teil bei einem Media Kit. Ihr zählt eure Traffic Daten aus eurer Statistik auf. Dafür könnt zum Beispiel Google Analytics oder Count per day von Yoast verwenden. Ich schreibe dort die Anzahl meiner monatlichen Seitenaufrufe und monatlichen Besucher auf. Für wen der Unterschied nicht ganz klar sein sollte: Ein Besucher kann mehrere Seitenaufrufe generieren, dh. Besucher sind die einzelnen Personen, Seitenaufrufe wie oft eurer Blog insgesamt angeklickt wurde, unabhängig wie wie Personen das waren. Die Daten solltet ihr nicht beschönigen! Firmen merken so etwas! Am besten schreibt ihr den genauen Zeitraum von dem ihr die Daten bezieht mit hinein und fügt sogar noch einen Screenshot ein. Diese Zahlen solltet ihr jeden Monat aktualisieren.
  10. Social Media: Anschließend nenne ich meine Social Media Daten. Hierfür setze ich die Icons, die ich auch auf meinem Blog verwendet habe. Ich habe hier nur die Kanäle genannt, die von der Followerzahl erwähnenswert sind.
  11. Kooperationen: Welche tollen Kooperationen seid ihr bereits eingegangen? Ich würde hier eure liebsten Kooperationspartner nennen, sonst wird die Liste zu lang. Ihr könnt aber natürlich auch alle nennen, falls das noch nicht allzu viele sind.
  12. Stand: Im letzten Schritt schreibe ich noch das Datum, an dem ich das letzte Mal mein Media Kit aktualisiert habe auf.

Die Reihenfolge dieser Punkte bleibt euch überlassen, aber baut eurer Media Kit so auf, dass dem Leser als erstes der Mehrwert klar wird, den ihr ihm bieten könnt.

Womit erstelle ich ein Media Kit?

Es gibt diverse Online Tools mit denen man ein Media Kit erstellen kann. Wer einen MAC daheim hat kann auch mit Pages sich ein Media Kit erstellen. Für Windows nimmt man einfach Power Point. Wer Photoshop oder ein anderes Program auf dem Rechner hat, kann natürlich auch dieses verwenden.

Und fertig ist eurer Media Kit! Ich hoffe, ich konnte einigen von euch damit weiterhelfen! Falls ihr noch Anregungen oder Fragen habt, dann stellt diese doch bitte in den Kommentaren. Vielen Dank 🙂

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Vivian

39 Comments

  1. Vielen Dank für diesen interessanter Artikel! Ab wann würdest du sagen, dass es sinnvoll ist ein Media Kit auf seiner Seite anzubieten? Also wie viele Abonnenten/Seitenaufrufe sollte man haben?

    • Ich würde sagen, sobald du die ersten Kooperationsanfragen für gesponserte Beiträge bekommst und mit dem Bloggen auch (nebenbei) Geld verdienen möchtest. 🙂 Aber besser zu früh als zu spät!

      • Ich habe meine Media Kit bis jetzt immer als PDF gespeichert und dabei angegeben, dass die Bilder in bester Qualität angezeigt werden sollen (das geht beim Exportieren von Pages). Aber ich werde mal schauen wie jpg aussieht. Danke für den Tipp 🙂

  2. Danke nochmals für die Erläuterung. Ich habe schon angefangen mit dem Basteln, doch Pages und ich werden keine Freunde. xoxo Sina

  3. Wow. Ich bin gerade auch einfach über den Begriff „Media Kit“ gestolpert und wollte eine Definition dazu und dann bin ich auf deinen wundervollen Blog gestoßen! Tolle Arbeit!! Vielen Dank für die vielen tollen Tipps, vor allem hat mich der Beitrag über Fotohintergründe sehr inspiriert! XOXO <3

    Kimberly von https://kimberlybradshaw.wordpress.com/

  4. Ein toller und vorallem verständlicher Blogpost! Ich schlängele mich gerade noch etwas um das Mediakit herum. Theoretisch sammle ich schon immer alle Daten (Kooperationspartner, Events und Co.), nur zusammengetragen habe ich das noch nicht. Muss ich jetzt langsam mal machen 😛 Dine ‚Blogger Tipps‘ sind echt immer hilfreich 🙂
    xx Selin

    http://www.selinmina.com

    • Danke das freut mich Selin 🙂 Haha ja so ging es mir anfangs auch, aber irgendwann kommst du einfach nicht mehr aus der Nummer heraus 😀

  5. Ich habe ehrlich gesagt auch zum allerersten Mal davon gehört, bin aber auch erst seit kurzem dabei. Danke für den schönen Beitrag! Ich bin ganz begeistert von deinem Blog und werde mich jetzt noch weiter umsehen 🙂 Schau doch auch mal bei mir vorbei! ♥

    • Danke das freut mich so Anna!! Wenn du noch ganz am Anfang bist, dann brauchst du dich erstmal noch nicht so sehr um in Media Kit sorgen ^^

  6. Hallo Vivian,
    das ist ein sehr hilfreicher Blogpost! Danke dafür.
    Ich wurde letztens auch nach meinen Mediadaten gefragt, daraufhin habe ich etwas gegoogelt, die ein Mediakit so ausschauen kann…. Daran muss ich mich jetzt mal setzen!
    Viele Grüße,
    Martina

    • Freut mich, wenn ich dir damit weiterhelfen kann 🙂 Am Anfang ist es nervig, aber man braucht nur einmal das Grundgerüst und dann ist es ganz einfach!

  7. Dein Bericht ist sehr interessant und lehrreich. Kannte Media Kit noch nicht aber gut wenn man es weiß. Kann nicht schaden.LG

  8. guter artikel, der sicher vielen helfen wird! ich habe mein media kit bereits erstellt. die idee mit presseausschnitten ist super! habe ich noch nicht daran gedacht.

    lg
    dahi

  9. Toller Beitrag, meine Liebe!
    würdest du denn davon abraten, das mediakit direkt auf der seite zu verlinken?

    liebe grüße!

  10. Mir ist das jetzt fast peinlich, aber ich lese vom „Media Kit“ grad zum ersten Mal… 😀
    Aber tausend Dank, dass du mich aufklärst! Bei Gelegenheit muss ich mir sowas auch mal anfertigen… der Vollständigkeit halber. Ein super hilfreicher Beitrag, danke dafür! 🙂
    Liebste Grüße, Katharina

    • Ich kannte dieses Media Kit anfangs auch nicht, aber sobald du mehrmals darauf angesprochen wirst musst du dich wohl oder übel damit auseinandersetzen 😀

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